Den Ausschlag, sich in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts mit den bereit 1937 erstmals erwähnten Grabhügeln in Hattingen/Ruhr OT Holthausen zu befassen, gab die ursprüngliche Planung für den Neubau einer Wohnsiedlung auf der Bergkuppe „Billes Kopf“.

Zwar wurde die Bebauung (dann unter Aussparung der Kuppe) erst ab 1968 realisiert, doch bereits in den 50er Jahren wurden Probegrabungen in zwei Grabhügeln auf dem Höhenrücken des früheren Röhr Hofes (Bille) durchgeführt. Die Erwähnung der Grabungen in der Fundchronik für den Ennepe-Ruhr-Kreis 1948-1980 in „Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe (AFWL)“ von Anita Porath brachte zwei neue Informationen für mich: es werden bereits 26 Grabhügel genannt und eine zweite Grabung wird erwähnt.

Demnach legte Heinrich Eversberg 1957 zwischen „Billes Kopf“ und einer benachbarten Kleinzeche einen 5 bis 6 Meter langen, 30 bis 50 Zentimeter breiten und 70 bis 80 Zentimeter tiefen, vom Zentrum des Hügels ausgehenden Schnitt an. Parallel wurde in 10 Metern Abstand vom Hügelmittelpunkt eine Probeloch gesetzt.

Was wurde gefunden? Nicht viel: Im Probeloch wurde unter einer 20 Zentimeter starken Humusschicht gelblicher Lehm angefunden, der im Suchschnitt grobe quarzitische Sandsteine enthielt. Die Funktion dieser Anhäufung konnte nicht geklärt werden. 1959 wurde ein weiterer Hügel von zwei Schülern des Gymnasiums Waldstraße mehr als zur Hälfte abgetragen, wobei sich ebenfalls keine klärenden Hinweise ergaben.

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